Büdesheimer Wald

    Der Schwerpunkt der Arbeit im ökologischen Bereich liegt zunächst auf der Bestandaufnahme. Aufgrund der geologischen und klimatischen Verhältnisse haben sich im Büdesheimer Wald besondere Pflanzengesellschaften gebildet, die wegen festgestellten Artenrückganges besondere Beachtung verdienen. Die bedrohten Arten und die damit verbundenen Lebensraumtypen sind zu pflegen und aus einem ungünstigen Erhaltungszustand herauszuführen. Besonders hervorzuheben sind laut Wolfgang Bootz Rote Listearten und streng geschützte Pflanzen, wie beispielsweise die Färberscharte und die Grundstielige Segge, wovon letztgenannte nur noch, nach derzeitigem Kenntnisstand, an drei Stellen in Deutschland vorkommt. Beim Büdesheimer Wald handelt es sich um einen Eichen-Elsbeere-Hainbuchen-Wald, der mit aller Wahrscheinlichkeit mit Speierlingen, die aus der nacheiszeitlichen Wärmezeit stammen sollen, durchsetzt ist. Bruno Vollmer hat im ersten Halbjahr 2010 ornithologische Studien angestellt und dabei 68 Vogelarten im Bereich des südlichen Büdesheimer Waldes beobachtet, davon 45 Vogelarten eindeutig als Brutvögel bestätigt. Mittels mehrerer Grundlagenarbeiten ist es auch gelungen, nachzuweisen, dass die Wildkatze die gesamte Region als Kerngebiet nutzt. Im Jahre 2013 wurde die vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht, Mainz, herausgegebene Verbreitungskarte der Wildkatze dahingehend ergänzt (Kerngebiet bedeutet, dass die Region seit mindestens 20 Jahren von der Wildkatze besiedelt ist.) Durch verschiedene Kartierungen ist ebenfalls dokumentiert, dass das Trollbachtal eines der bedeutendsten Moosvorkommen Deutschlands beherbergt. Untersuchungen in den Jahren 1992-2011 ergaben 206 Arten, von denen 71 (34 %) zu den Rote-Listenarten zählen. Hierbei ist festzustellen, dass bei der Artenvielfalt der Moosflora der Anteil der Arten mit Schwerpunkt in submediterranen Lebensräumen sehr hoch liegt und es in Rheinland-Pfalz nur wenige zusagende Standorte gibt.

    Außerdem hat der Verein zur Untermauerung der ökologischen Einmaligkeit dieses Raumes eine Schutzgebietsausweisung und die Unterschutzstellung des Gebietes als Landschaftsschutzgebiet  bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen und zwar bei der hier angesiedelten Unteren Naturschutzbehörde im November 2012 beantragt.


    Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
    Einverstanden