Kiesabbau

    Umfangreiche Aktivitäten gegen den weiteren Kiesabbau im Büdesheimer Wald, angefangen von einer großangelegten Demo, einer Unterschriftenaktion gegen dieses Vorhaben der Umwidmung des Büdesheimer Waldes mit mehr als 1.200 Unterschriften, Kleinen Anfragen an die Landesregierung, vielen Gesprächen mit und Schreiben an Wirtschafts-, Innen- und Justizministern, Bürgerbeauftragtem, Landesamt für Geologie und Bergbau sowie der Planungsgemeinschaft Rheinhessen/Nahe, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd und Stadtverwaltung Bingen haben dazu geführt, dass bei der Fortschreibung des Raumordnungsplans der Büdesheimer Wald in Gänze langfristig als Vorranggebiet für den Arten- und Biotopschutz eingestuft wurde und damit vor einem möglichen Kiesabbau dauerhaft geschützt ist.

    Ein weiteres Problem, nämlich das der Beschaffenheit des in der ausgehobenen Kiesgrube verfüllen Materials ist noch nicht geklärt. Obgleich der Gemeinde Rümmelsheim und dem Verein vom Landesamt für Geologie und Bergbau immer vorgegaukelt wurde, dass mehrfache Kontrollen stattgefunden haben und stattfinden werden und keine Befürchtungen im Hinblick auf mögliche Kontaminationen zu befürchten sind, hat eine umfangreiche Akteneinsicht des Vereins Anfang des Jahres 2017 ergeben, dass im ersten Jahrzehnt der Verfüllung, d. h. ab 1998 keine Aufzeichnungen über Umfang, Herkunft und möglichen Kontaminationen des verfüllten Materials in den Unterlagen zu finden waren. Dies lässt die Vermutung zu, dass keine Kontrollen seitens der Aufsichtsbehörde durchgeführt worden sind und die Firma Gaul GmbH sich in keiner Weise an die im Bewilligungsbescheid enthaltenen Vorgaben gehalten hat. Da die Firma auch nach 2008 ohne Folgen oder Restriktionen des Landesamtes nicht zugelassenes Material verfüllt hat, fordert der Verein eine Aufklärung über die Beschaffenheit des Verfüllguts und wird alle Hebel in Bewegung setzen, dass das Unternehmen nicht aus dem Vertrag durch Bewilligung des Abschlussbetriebsplans durch das Landesamt für Geologie und Bergbau  entlassen wird.

    Eine Zustimmung seitens des Vereins kann erst erfolgen, wenn der Gemeinde Rümmelsheim gegenüber erklärt wird, dass auch zukünftig, d. h. bis über 2050 hinaus keine Risiken aus der Verfüllung bestehen (Nach einem von STRABAG in Auftrag gegebenen Gutachten wandert das Niederschlagswasser jährlich ca. 30 cm in die Tiefe und kommt erst nach ca. 60 Jahren auf der Sohle an, so dass erst dann festgestellt werden kann, ob das Grundwasser mit gefährlichen Stoffen kontaminiert ist.).