Ribbecksche Birne in Guldental

    Am Samstag, dem 18. 11. 2017, bepflanzt die BUND–Ortsgruppe Guldental wieder neue Grünlandflächen mit Streuobstbäumen. Es geht um seltene Apfel- und Birnensorten, darunter auch um eine Birnensorte aus dem 18. Jahrhundert, die aus literarischen Gründen in letzter Zeit wieder bekannt wurde: die Römische Schmalzbirne.

    Nach neueren Untersuchungen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Birne, die im Garten des gütigen Herrn von Ribbeck stand. Viele werden die berühmte Ballade von Theodor Fontane kennen, in der Ribbeck ein Denkmal gesetzt wird, weil er den Kindern seines Dorfes im Herbst immer Birnen schenkte, damals eine begehrte Frucht. Damit die Ribbecksche Birne auch für Guldentaler Kinder erreichbar ist, soll sie an einer gut zugänglichen Stelle am Guldenbach stehen.

    Auch die ortstypischen Sorten "Guldentaler Knorzekopp" und "Zwiebelapfel" werden bei der Pflanzung vertreten sein. Der unverwechselbare "Knorzekopp" eignet sich besonders als originelles Geschenk und Erinnerungsstück an Guldental.

    Obstbäume zu pflanzen und bedrohte Sorten zu bewahren, ist ein Dienst an den kommenden Generationen und ein Gewinn für die Naherholung.

    Bei der Pflanzaktion sind tatkräftige Helfer herzlich willkommen. Auch alteingesessene Guldentaler werden gerne gesehen.

    Treffpunkt ist um 10.00 Uhr auf der alten Streuobstwiese am Breitenfelserhof. Am Nachmittag geht die Pflanzung am Guldenbach weiter.

    Wer an historischen Obstsorten interessiert ist, kann sich bei der BUND-Ortsgruppe melden (Tel. 06707/1819). Auch in diesem Winter sind Reiser von zahlreichen Sorten kostenfrei zu bekommen, zum Beispiel vom regionaltypischen "Zwiebelapfel" (Foto).